{"id":19890,"date":"2020-07-07T18:11:22","date_gmt":"2020-07-07T22:11:22","guid":{"rendered":"http:\/\/matralab.hexagram.ca\/research\/ensembles\/extrakte\/?page_id=19890"},"modified":"2020-11-17T08:08:51","modified_gmt":"2020-11-17T13:08:51","slug":"uber-uns","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/matralab.hexagram.ca\/research\/ensembles\/extrakte\/?page_id=19890","title":{"rendered":"\u00dcber Uns"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Neue Musik in unserer Zeit kann nicht nur aus eurozentrischen Traditionen und Konzepten entstehen: Sie muss ihr Wurzelwerk viel weiter aufspannen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das in Berlin ans\u00e4ssige Ensemble \u025bkst\u0281akt\u0259 wurde 2013 gegr\u00fcndet, um auf diese Einsicht mit einem Ensemble zu reagieren, das genau solche neuen Wurzeln f\u00fcr neue musikalische Ausdrucksformen sucht \u2013 ein All-Star-Ensemble aus renommierten, \u00fcberwiegend in Berlin lebenden Musikern, deren vielf\u00e4ltige musikalische Herkunft lebendige Traditionen aus China, Europa, Indien, Korea, Bulgarien, Syrien, Australien oder den USA sowie Genres wie Jazz, Volksmusik, Techno, Blues, aber auch eurologische Konzertmusik vom Barock bis zur Gegenwart. In variablen Konstellationen, durch akribisch kuratierte Konzertprojekte und in gemeinsamer k\u00fcnstlerischer Forschung arbeitet das Ensemble Extrakte \u00fcber alle geographischen, historischen, ethnischen, sozialen und ideologischen Ordnungen der Welt hinweg, auf der Suche nach einer neuen Musik f\u00fcr unsere globale Zukunft.<\/p>\n\n\n\n<p>Die musikalischen Kosmopoliten des Ensembles \u025bkst\u0281akt\u0259 erforschen das musikalische Potenzial von den Traditionen, die sie jeweils schon kennen \u2013 aber auch von ihnen fremden Traditionen. In den Konzerten von Ensemble \u025bkst\u0281akt\u0259 greifen Formen des Musizierens, Ideen und musikalische Konzepte aus vielen Urspr\u00fcngen ineinander und er\u00f6ffnen neue Zug\u00e4nge zur Musik als einer Kunstform, die verschiedene Traditionen fruchtbar miteinander in Beziehung setzt. Jedes Ensemblemitglied ist aufgefordert, alles innerhalb seiner eigenen Tradition zu hinterfragen: seine Beziehung zu Tonh\u00f6hen, Skalen, Rhythmen, aber auch zum Publikum bis hin dazu, wie man sich sch\u00f6ne Musik vorstellt, und wie man mit Mitmusike*innen kommuniziert.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei all dem ist das Ensemble \u025bkst\u0281akt\u0259 v\u00f6llig frei in der Wahl der Mittel, die seinen k\u00fcnstlerischen Bed\u00fcrfnissen entsprechen \u2013 sei es ein erlerntes Regelsystem f\u00fcr strukturierte Improvisation oder eine interaktive Bildschirm-Partitur, seien es konventionelle Notationen oder verbale Anweisungen, seien es grafische Partituren oder Flussdiagramme, seien es computergenerierte Kl\u00e4nge,\u00a0 Lichtsignale oder Kopfnicken.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei Fragen sind zentral: Was haben wir so noch nicht zusammengeh\u00f6rt? Und \u2013 er\u00f6ffnet uns die Musik, die da entsteht, anregende Einsichten und reiche Empfindungen ?<\/p>\n\n\n\n<p>Der trans-traditionelle Ansatz von Ensemble \u025bkst\u0281akt\u0259 ist so neuartig, dass es noch keine Repertoirest\u00fccke daf\u00fcr gibt. Allenfalls k\u00f6nnten wir prozessorientierte, offene Partituren adaptieren. Auch ist das \u00fcbliche Vergeben von Kompositionsauftr\u00e4gen nicht auf die Arbeit des Ensembles anwendbar, da jedes St\u00fcck aus der Virtuosit\u00e4t, der Tradition und den konzeptuellen F\u00e4higkeiten jedes einzelnen Musikers entwickelt werden muss. Neues Repertoire entsteht also vor allem aus dem Ensemble selbst heraus. So pr\u00e4sentiert Ensemble \u025bkst\u0281akt\u0259 vor allem Werke, die in intensiven Workshop- und Rechercheprozessen aus Ideen und Konzepten entwickelt wurden, die von den Mitgliedern des Ensembles selbst vorgeschlagen wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Arbeit des Ensembles \u025bkst\u0281akt\u0259 wurde von 2014-2020 auch durch zwei k\u00fcnstlerische Forschungsprojekte des matralab \u2013 Labor f\u00fcr Forschungs-Kreation in den darstellenden K\u00fcnsten an der Concordia Universit\u00e4t Montr\u00e9al getragen, die vom FRQSC Fonds de Recherche-Soci\u00e9t\u00e9 et Culture der kanadischen Provinz Qu\u00e9bec grossz\u00fcgig gef\u00f6rdert wurden.<\/p>\n\n\n\r\n<div class=\"p5js-embed-container\" style=\"padding-bottom: 44.666666666667%;\">\r\n\t<iframe plugin=\"p5js\" src=\"http:\/\/matralab.hexagram.ca\/research\/ensembles\/extrakte\/wp-content\/uploads\/p5js\/MyFirstSketch\/\" id=\"p5js-iframe-8929\" style=\"border: solid 0px #aaa\"\" class=\"p5js-iframe\" name=\"p5js-iframe-8929\" scrolling=\"no\" allowfullscreen><\/iframe>\r\n<\/div>\r\n\t\t\n\n\n\n<br>\n<br>\n\n\n\n<p>Ensemble:<\/p>\n\n\n\n<p>S\u00f6ren Birke (Mundharmonikas,&nbsp;Duduk, Maultrommeln, Elektronik)<br>Klaus Janek (Bass, Elektronik)<br>Kang Ji-eun&nbsp;(Haegeeum)&nbsp;<br>Milliken&nbsp;(Oboen, Rezitation)<br>Deniza Popova (bulgarischer Gesang)<br>Farhan Sabbagh (Ud, Riqq)<br>Gregor Schulenburg (Fl\u00f6ten, Duduk, Shakuhachi)<br>Ravi Srinivasan (Tabla, Schlagzeug, Khayal-Gesang, Pfeifen)<br>Wu Wei (<strong>S<\/strong>heng,&nbsp;<strong>E<\/strong>rhu)<br>Gebr\u00fcder Teichmann (Plattenspieler,&nbsp;Klangobjekte<strong>,&nbsp;<\/strong>Live-Elektronik)<br>Yoo&nbsp;Hong (Daegeum, Changgu)<br>Zhao Lucy&nbsp;(Pipa)<br>Duduk, Mundharfen, Elektronik)<br><br>Sandeep Bhagwati (Musikalischer Leiter, Komprovisationen, <br>Ensembleleiter&nbsp;Bordune, Kompositions-Compiler, Dirigent)<br>Elke Moltrecht (Management, Ensembleleiterin)<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neue Musik in unserer Zeit kann nicht nur aus eurozentrischen Traditionen und Konzepten entstehen: Sie muss ihr Wurzelwerk viel weiter aufspannen. 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